Andreas Geitl

Hier kocht der Chef - essen Sie's trotzdem!

Ihr Andreas Geitl

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Feine bayerische Küche

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Rezepte zum Anbeißen

Wir in Bayern - Kochen mit TV-Koch Andreas Geitl und Sabine Sauer

Jeden Do. im Bayerischen Fernsehn ca. 16:10 Uhr!

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Nur was sich ändert, bleibt gleich!

Ihr Andreas Geitl

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App für iPhone und iPad!

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Kochkurse - Kochen mit Profis

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Verrückt nach Meer

Andreas Geitl

Hier kocht der Chef - essen Sie's trotzdem!

Ihr Andreas Geitl

Grüß Gott…

… und ein herzliches Servus!

Kochen ist zurzeit aber auch so was von „en vogue“. Unser Fernsehprogramm wird von Kochshows geradezu überschwemmt – an guten Tipps der Profis mangelt es ebenso wenig wie an widersprüchlichen.

Oft führt die mediale Kulinarik sogar so weit, dass man sich kaum mehr getraut, seine Freunde zu einem gemütlichen Zusammensein einzuladen, ohne den Zwang zu verspüren, ein Amuse-Bouche vorneweg, ein Schnecken-Sushi zwischendrin und auch unbedingt etwas mit dem bei Vollmond geernteten Chili servieren zu müssen.

„Ganz ruhig bleiben!“ kann ich da nur sagen. Vergessen Sie die ganzen kulinarischen Weisheiten, kochen Sie nach Ihren Vorstellungen, nach Ihrem Gefühl und mit dem, was es gerade gibt. Am besten aus Ihrer Region. Und vor allem: Kochen Sie in Ihrer Liga. Wenn Sie sich da von dem einen oder anderen Kochbuch (kann ja auch beispielsweise eins von meinen sein) a bisserl inspirieren lassen (nur inspirieren, bitte nicht zu starr ans Rezept halten), dann werden Sie viel Freude haben – beim Kochen und Genießen.

Ich freue mich, wenn Sie sich auf meiner Seite ein wenig umschauen.

Ihr Andreas Geitl

Andreas-Geitl

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Philosophie…

…was für ein großes Wort!
Natürlich erwartet man von einem Koch, dass er da nur was von seiner Vorstellung übers Kochen von sich gibt, und sich nicht in tiefgehenden Allgemeinphilosophien ergötzt – keine Sorge, ich werde Ihnen nur einige meiner Gedanken über Kochen und Essen unterbreiten.

Was waren wir doch in den vergangenen Jahrzehnten in fremden Küchen unterwegs! Über den Brenner nach Italien, weiter nach Griechenland, in den asiatischen Raum und selbst den Orient haben wir kulinarisch entdeckt. Meist mussten wir dafür nicht mal selbst auf Reisen gehen.

Nun, so denke ich, Andreas Geitl, ist es an der Zeit, wieder „nach Hause“ zurückzukehren, aber dennoch diese neu gewonnenen kulinarischen Eindrücke und Ideen mit in die heimatliche Küche einzuarbeiten. Ganz behutsam, ganz gelassen aber doch auch mit Mut zum Besseren.

Endlich vorbei die Zeiten, als es gesellschaftlich aber auch so was von unschick war, sich an einem Braten zu erfreuen oder gar Bier zum Essen zu trinken.

Ja nun, so ganz verteufeln möchte ich diese wundersame „Kulinarische Länder vereinigt euch“ -Geschichte auch wieder nicht: sie hat auch was gebracht. Die Globalisierung hat unsere Sinne, im Besonderen unseren Geschmackssinn erweitert, sie hat der regionalen (nicht nur der bayerischen) Küche, die oft ja schon klischeehaft zitierte Schwere genommen. Sie hat sie zeitgemäßer, weltoffener, raffinierter, pfiffiger und – ja, einfach sexy gemacht.

Es ist schön, dass wir uns endlich auch mal intensiver, und ich hoffe auch nachhaltiger mit den Themen Qualität, Rationalität und Fair Trade auseinander setzen. Wie kann es denn sein, dass wir für viele tägliche Dinge des Lebens, wie, Wohnung, Kleidung, Auto, Hobbys… eine größere Bereitschaft zeigen das Bessere zu kaufen, diese Bereitschaft aber bei unseren Lebensmitteln versagt?

Hat das mit uns selbst zu tun? Oder finden wir es tatsächlich geil das Billigste in den Einkaufskorb zu legen. Ist die Freude am Schnäppchen größer als die Sorge ggf. Mist zu essen? Nun, es scheinen mir diesbezüglich schon ein paar hoffnungsvolle Pflänzchen zu keimen, aber das dachte ich auch nach all den Lebensmittelskandalen in den vergangenen Jahren. Jetzt haben wir es begriffen, dass Tiere keine Tiere essen sollen, dass Fische auch Platz zum Schwimmen brauchen, dass Mineralwasser nicht teurer sein kann als Milch. Haben wir es begriffen? Ich würde es mir wirklich wünschen, sehr sogar. Aber Zweifel bleiben.

Meine Mama habe ich kürzlich leider rügen müssen, das macht man natürlich nicht mit der Mama, ich weiß. “Warum kaufst Du denn diese billigen Nudeln?”, habe ich sie gefragt, „ ja mei Bua“ hat sie gesagt, „wenn ich die lange genug koche werden die viel mehr als die teuren“. Ich habe dann nix mehr gesagt, zur Mama.

Keinesfalls möchte ich hier missionarisch auftreten, oder vielleicht möchte ich es doch. Stellvertretend für viele, viele Kollegen die auch so unterwegs sind, will ich mal versuchen auf den Punkt zu kommen, mit meinen philosophischen Gedanken: Kaufens was G´scheids, erfreuen Sie sich an dem Gefühl sich selbst und Ihren Lieben Gutes zu tun, fokussieren Sie sich auf die Lebensmittel die´s gerade gibt. Und: trauen Sie sich was (und jetzt meine ich nicht nur am Herd), Neues, Verändertes, Gewagtes, Verrücktes, einfach Ihres. Probieren Sie´s – dann g´spürn Sie´s! 

Mit Mut wird’s gut

In diesem Sinne,

Ein winziger Streifzug meiner Kochphilosophie – leben Sie die Ihre!

Andreas Geitl